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 Bei der Entstehung von Harnblasenkrebs entarten die Schleimhautzellen, das sogenannte Urothel, die die Harnblase von innen auskleiden.

Es gibt zahlreiche begünstigende Faktoren für die Entstehung von Harnblasenkrebs. Betroffen sind meist Menschen ab einem Lebensalter von 65 Jahren. Männer erkranken etwa doppelt so häufig wie Frauen. Rauchen, bestimmte Chemikalien und häufige Entzündungen der Harnblase sind definierte Risikofaktoren.

Harnblasenkrebs verläuft über einen relativ langen Zeitraum symptomfrei, beziehungsweise die Symptome sind so milde, dass sie vom Patienten nicht unbedingt wahrgenommen werden. Häufig tritt eine schmerzlose Blutung der Blase auf, die erst bei relativ hoher Konzentration von Blut im Urin für den Patienten sichtbar wird.

Wir empfehlen Risikogruppen, zum Beispiel Rauchern und Mitarbeitern der chemischen Industrie, nach Sichtung des Einzelfalls eine Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Blasenkrebs.

 

Der NMP22-Test ist ein Labortest, der im aufgefangenen Urin eine Substanz nachweist, die vermehrt von Tumorzellen der Blase gebildet wird. Der Name des Tests ergibt sich aus der auf den Krebs hinweisenden Substanz, namentlich dem nukleären Matrix-Protein 22.

Ein positives Testergebnis wird in jedem Fall mit anschließenden diagnostischen Maßnahmen abgeklärt. Falsch-positive Ergebnisse des Tests kommen wegen seiner hohen Sensitivität vor.

Der NMP22-Test kann auch zur Verlaufskontrolle von bereits diagnostiziertem Harnblasenkrebs nach Therapie dienen.

Wir, die Ärzte der Praxis Urologie Frechen, bewerten die Methode als hilfreich und richtungsweisend, um mögliche gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen oder unseren Patienten ein Höchstmaß an Sicherheit und Gewissheit geben zu können.

Der NMP22-Test sowie vergleichbare Methoden zur Vorsorge und Früherkennung von Krebs werden von uns nicht isoliert eingesetzt, sondern sind in ein Netz aus medizinischen Maßnahmen und persönlicher Betreuung eingebunden.