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Die Vasektomie, die Sterilisation des Mannes, ist verglichen mit der Sterilisation der Frau ein kleinerer Eingriff, der weniger Zeit in Anspruch nimmt und der geringere Komplikationsrisiken mit sich bringt.

Durch die Vasektomie wird der natürliche Transportweg der Spermien vom Nebenhoden in die Prostata unterbrochen. Das geschieht mit der Durchtrennung der Samenleiter.

Spermien sind dann nach einigen Wochen im Ejakulat (Samenflüssigkeit) nicht mehr vorhanden. So kann die weibliche Eizelle nicht befruchtet werden.

Um an den Samenleiter zu gelangen, wird die Haut am Hodensack eröffnet. Hier reicht eine kleine Öffnung von ca. 0,5 cm – 1 cm Länge. Insgesamt wird die Vasektomie als ein risikoarmer Eingriff bezeichnet, da die Komplikationsrate und das Eintreten von Risiken sehr gering sind. Die Vasektomie wird häufig in einer leichten Kurznarkose operiert – der Eingriff ist dann völlig schmerzfrei.

Nach einer Vasektomie muß die Samenflüssigkeit kontrolliert werden. Zunächst befinden sich auch nach der Durchtrenuung der Samenleiter noch lebende Spermien in der Prostata und gelangen in die Samenflüssigkeit. Meistens ist die Samenflüssigkeit nach etwa 30 Samenergüssen frei von lebenden Spermien.

Die Kontrolle der Samenflüssigkeit findet deshalb meistens etwa 6 Wochen nach der Operation statt. Erst wenn zwei bis drei Samenproben durch den Arzt kontrolliert worden sind und keine Spermien mehr enthalten, kann auf andere Verhütungsmethoden verzichtet werden.

Eine Vasektomie ist dann eine zu fast 100 Prozent sichere Verhütungsmethode.

Die Vasektomie wirkt sich körperlich nicht auf die sexuelle Lust oder den Hormonhaushalt des Mannes aus. Es wird weiter Samenflüssigkeit produziert, in der sich dann keine Spermien mehr befinden. Sterilisierte Männer berichten meist von einem gleichbleibenden oder sogar bereicherten Sexualleben, da man sich um das Thema Verhütung oder eine mögliche Schwangerschaft keine Gedanken mehr machen muss.

Es ist zu betonen, dass Männer, die sich für eine Vasektomie entscheiden, mit Sicherheit keinen Kinderwunsch (mehr) haben sollten.

Die Sterilisation des Mannes ist zwar im Einzelfall wieder rückgängig zu machen, was allerdings mit einer erneuten und aufwendigeren Operation und einer nicht sicheren Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit einhergeht.

Die Kosten einer Vasektomie werden in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen.